Die Deutschen überschätzen ihre Finanzkompetenz

Nach eigenem Bekunden interessieren sich die Deutschen durchaus für Wirtschaftsthemen  (fast die Hälfte sogar stark oder sehr stark), und drei Viertel (75%) meinen auch, sie  würden sich in Finanzangelegenheiten gut auskennen. Doch diese Selbsteinschätzung hält  den tatsächlichen Finanzkenntnissen kaum stand.

  • Fast die Hälfte der Befragten (49%) bekundet, dass sie „keine Ahnung“ davon hat, was an  der Börse geschieht.
  • Ein Viertel (26%) weiß nicht, was „Inflation“ bedeutet, und lediglich die Hälfte (52%) kann die ungefähre Höhe der gegenwärtigen Inflationsrate angeben.
  • Ebenfalls nahezu die Hälfte der Deutschen (44%) kann nicht sagen, was ein „Investmentfonds“ ist.
  • Sechs von zehn Befragten (59%) können nichts mit dem Begriff „Gesetzliche  Einlagensicherung“ anfangen.
  • Für ihre eigene Finanzplanung nimmt sich lediglich rund die Hälfte der Befragten (49%)  regelmäßig Zeit, in der Regel einmal pro Woche oder pro Monat.
  • Fast acht von zehn Deutschen (78%) haben sich zwar schon ernsthaft mit ihrer  Altersvorsorge beschäftigt; das Sparen fürs Alter nimmt unter den Sparmotiven aber nur  eine untergeordnete Rolle ein (24%).

Ein auf der Basis der Umfragedaten ermittelter Finanzplanungsindex zeigt: Ein Viertel  (26%) der Befragten verfügt über kaum hinreichende und mehr als ein weiteres Drittel  (37%) gar über schlechte Voraussetzungen für eigene Finanz- und  Vorsorgeentscheidungen. Gemessen an einer gleichlautenden Erhebung von 2014 hat sich  die Finanzplanungskompetenz der Deutschen damit noch verschlechtert. Vor allem Jüngere  unter 30 Jahren verfügen über deutlich weniger Finanzkompetenz als ältere Befragte.

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