Steuerliche Betrachtung bei Dauertestamentsvollstreckung

In der Regel werden Zahlungen an eingesetzte Testamentsvollstrecker steuerlich nicht beachtet. Lediglich, wenn diese langfristig den Nachlass betreuen kann es anders aussehen.

In einem Fall verwaltete ein per Testament vorgesehener Steuerberater dauerhaft vermietete Immobilien (20% Anteil) und Kapitalvermögen (80%) von fünf Millionen Euro.

Die Alleinerbin setzte seine Vergütung als Werbungskosten ab. Bis 2008 wurde dies akzeptiert. Mit Einführung der Abgeltungssteuer 2009 sah dies das Finanzamt aber anders; Ausgaben für die Verwaltung von Kapitalvermögen seien nicht mehr absetzbar. Die Alleinerbin teilte die Ausgaben auf.

Da die Verwaltung der Immobilien 90 Prozent der Zeit ausmache, bleibe dieser Anteil absetzbar. Der Bundesfinanzhof sah es anders: Nur ein jährlich ermittelter, dem Anteil des Immobilienvermögens entsprechender Teil der Vergütung zähle (IX R 32/16).

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